„Aktion Pink“ des Brustzentrums Hamm

Aufklären, informieren, Bewusstsein schaffen - seit 35 Jahren steht der Monat Oktober im Zeichen der Brustkrebserkrankung. So wie viele andere Betroffene, Selbsthilfeorganisation, Botschafter oder Experten, zeigt auch das Team des Brustzentrums Hamm zusammen mit den anderen Mitarbeitenden der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen Solidarität mit den Brustkrebspatientinnen und startet seine ganz eigene „Aktion Pink“.

100 pinke Luftballons ließ das Team des Brustzentrums Hamm zum Auftakt der Aktion Pink in den Himmel Hamm steigen (Foto: Julia Kuhn).

Die Ordensschwestern haben in liebevoller Handarbeit fast 1.000 rosa Schleifen hergestellt, damit alle Mitarbeitenden Herz und Solidarität für die „Aktion Pink“ zeigen können (Foto: Alexandra Janiel).

„Jedes Jahr erkranken mehr als 70.000 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und auch jüngere Frauen sind betroffen“, erklärt Dr. Claudia Strunk, Leitung des Brustzentrums Hamm. „Es ist so unglaublich wichtig, dass Frauen die Erkrankung kennen und darüber Bescheid wissen, wie wichtig und eigentlich auch einfach Früherkennung ist.“ Neben ihrer Arbeit in der Klinik ist die Ärztin auch Vorsitzendes des Selbsthilfevereins pro mamma, dem die Information und Aufklärung von Frauen ganz besonders am Herzen liegt. 

Die Hammer „Aktion Pink“ ist am 01. Oktober mit einem beeindruckenden Zeichen gestartet: Um 12.00 Uhr ließ das Team des Brustzentrums 100 pinke Luftballons vom Hubschrauberlandeplatz der St. Barbara-Klinik in den Himmel Hamm steigen – im Gedenken an diejenigen Frauen, die den Kampf gegen die Krankheit nicht gewinnen konnten. Gleichzeitig ist das der Auftakt zu einer interaktiven Aktionswoche, die sowohl online auf den Social-Media-Kanälen der St. Barbara-Klinik stattfindet als auch offline im Rahmen von zwei Telefon-Sprechstunden. 

Akteure sind stellvertretend für das gesamte Team des Brustzentrums Hamm Oberärztin Dr. Claudia Strunk, die für die onkologische Behandlung der Patientinnen verantwortlich ist, Oberarzt Frank Holms, der die operative Behandlung übernimmt und Breast-Care-Nurse Ulrike Rohe, die den Patientinnen im Alltag bei allen Fragen zur Seite steht, die neben der medizinischen Therapie auftauchen. „Die Krankheit stellt das Leben auf den Kopf und löst ein Gefühlschaos aus. Da kann ich durch meine Beratung häufig ganz praktische Tipps geben und mit den Gesprächen und unseren weiteren Angeboten dazu beitragen, dass die Frauen die Krankheit bewältigen können“, berichtet Ulrike Rohe aus ihrer Arbeit mit den Brustkrebspatientinnen. 

Folgende Aktionen sind im Rahmen der „Aktion Pink“ geplant:
01. Oktober 2020 | Auftakt mit pinken Luftballons im Himmel Hamm
01. Oktober 2020 | Facebook & Instagram barbarajosefhamm
Video: Teamvorstellung
05. Oktober 2020 | Facebook & Instagram barbarajosefhamm
Quiz: Was wissen Sie über Brustkrebs?
07. Oktober 2020 | 12.00 Uhr - 13.00 Uhr
Telefon-Sprechstunde mit Oberärztin Dr. med. Claudia Strunk* (Hotline: 02381 681 1301)
08. Oktober 2020 | Facebook & Instagram barbarajosefhamm
Sie fragen - wir antworten: Ihre Fragen zum Brustkrebs
09. Oktober 2020 | 12.00 Uhr - 13.00 Uhr
Telefon-Sprechstunde mit Breast-Care-Nurse Ulrike Rohe*
(Hotline: 02381 681 1301) 

Darüber hinaus haben die Ordensschwestern, die noch immer ein wichtiger Teil des Klinik-Teams sind, in liebevoller Handarbeit jeweils eine rosa Schleife für jeden Mitarbeitenden angefertigt. Auf diesem Weg können alle Mitarbeitenden gemeinsam mit dem Team des Brustzentrums Solidarität und Herz für die Frauen mit einer Brustkrebserkrankung zeigen. 

„Wir hoffen, dass wir mit der Aktion Pink ein Zeichen setzen, und andere Menschen für die Erkrankung sensibilisieren können“, schließt Dr. Claudia Strunk. Abschließend macht sie noch auf eine Aktion aufmerksam, die den ganzen Monat lang läuft: „Einige Patientinnen haben bereits wunderschöne Steine gestaltet, die seit heute eine Symbolkette vor dem Haupteingang der Klinik bilden. Jeder, der möchte, kann die Steinkette gerne mit eigenen kleinen Kunstwerken ergänzen und damit seine Solidarität zeigen.“ 

Das Brustzentrum Hamm wurde 2005 als eines der ersten in NRW zertifiziert. Es gehört zu den größten in NRW und hat sich als leistungsstarkes Zentrum etabliert. Behandlungs-, Prozess- und Dokumentationsqualität werden in einem kontinuierlichen Zertifizierungsprozess überprüft und bestätigt. Ein hoch spezialisiertes Team aus verschiedenen Berufsgruppen steht den Patientinnen zur Seite.