Römer-Lippe-Route: Zusammenarbeit verlängert

Die Kooperationsgemeinschaft hinter der erfolgreichen Römer-Lippe-Route wird für fünf weitere Jahre zusammenarbeiten. Im Rahmen der 9. Römer-Lippe-Konferenz bestätigten alle Kooperationspartner, darunter die Stadt Hamm, ihre weitere Beteiligung.

9. Römer-Lippe-Konferenz 2020 (Foto: Ruhr Tourismus)

Sie bekräftigen somit, welch großes Zukunftspotential sie in dem - mit Wegeschleifen - 479 Kilometer langen Radfernweg sehen.

Die Kooperationsgemeinschaft hinter der erfolgreichen Römer-Lippe-Route wird für fünf weitere Jahre zusammenarbeiten. Im Rahmen der 9. Römer-Lippe-Konferenz bestätigten alle Kooperationspartner, darunter die Stadt Hamm, ihre weitere Beteiligung und bekräftigen somit, welch großes Zukunftspotential sie in dem - mit Wegeschleifen - 479 Kilometer langen Radfernweg sehen. Dies wird auch dadurch deutlich, dass die Zusammenarbeit erstmalig für fünf und nicht wie bisher nur für drei Jahre verlängert wurde.

"Wir freuen uns sehr, dass die Römer-Lippe-Route zu einer festen Größe unter den Radfernwegen geworden ist und wir gemeinsam die Zusammenarbeit an diesem überregionalen Tourismusprojekt fortsetzen können", so Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH. Hinter der Römer-Lippe-Route, die von Detmold durch Hamm bis Xanten führt, steht eine Projektgemeinschaft aus 26 Kommunen, 8 Kreisen sowie dem Regionalverband Ruhr und der Ruhr Tourismus GmbH, die das Projekt federführend betreut.

„Wir in Hamm liegen genau in der Mitte und haben mit der Lippefähre Lupia einen besonderes Highlight zu bieten", weiß Dörthe Strübli vom Stadtmarketing Hamm und ergänzt sofort: „In den Zeiten der Corona-Pandemie haben wir den Aufschwung beim Radfahren deutlich gespürt, obwohl die Lupia-Fähre aus Sicherheitsgründen nicht benutzt werden kann."

„Für die nächsten Jahre haben wir uns einiges vorgenommen", erläutert Biermann weiter. „Um den Radfernweg zusätzlich attraktiv für eine junge und technikaffine Zielgruppe zu gestalten, werden wir verschiedene digitale Angebote entlang der Römer-Lippe-Route entwickeln. Damit schaffen wir ein Alleinstellungsmerkmal und begegnen dem wachsenden Qualitäts- und Serviceanspruch der Radreisenden." Im Rahmen der Konferenz wurden die Ergebnisse der nun abgeschlossenen Planungsphase des durch den Nationalen Radverkehrsplan geförderten Projektes sowie die nun anstehenden Maßnahmen zur Umsetzung präsentiert.

Für die Region hat der Radtourismus als Wachstumsmarkt eine große wirtschaftliche Bedeutung. Eine 2019 durchgeführte Evaluation belegte, dass durch Radtouristen an der Römer-Lippe-Route eine Wertschöpfung von jährlich rund 4,5 Millionen Euro generiert wird. 85 Prozent der Betriebe erwarten ferner eine weitere Zunahme des Radtourismus in ihrer Region in den kommenden drei Jahren. „Das bestätigen auch unsere neun Übernachtungspartner in Hamm", ergänzt Strübli.

Wichtige Meilensteine mit langfristiger Signalwirkung konnten bereits im Rahmen des letzten Förderprojekts „Barrierefreiheit im Radtourismus am Beispiel der Römer-Lippe-Route" erreicht werden. Ziel des Projekts war es, allen Menschen eine möglichst komfortable Radreise ohne Barrieren zu ermöglichen. 2019 wurde die Römer-Lippe-Route als erster touristischer Radfernweg Deutschlands nach den Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für Alle" zertifiziert. Zu den erfolgreich realisierten Maßnahmen gehörten unter anderem die Erstellung einer interaktiven Karte und eines barrierefreien Rastplatzes.

Der einzigartige Ansatz, der Modellcharakter hat, überzeugte die Jury des Deutschen Fahrradpreises, und so gewann die Römer-Lippe-Route in diesem Jahr den ersten Platz in der Kategorie „Service" beim Deutschen Fahrradpreis. Auch bei der Umsetzung des neuen Förderprojekts „Digitalisierung im Radtourismus am Beispiel der Römer-Lippe-Route" wird die nachhaltige Etablierung von barrierearmen Radreisen entlang der Strecke eine große Rolle spielen.