KESH-Rädio


Die Entstehung von „KESH-Rädio“

Der Ursprung von „KESH-Rädio“ liegt so ca. ungefähr am Anfang des Jahres 2001.

Damals war Pedda Scheurer in seiner Eigenschaft als Sozialpädagoge im KESH auch Leiter einer Musikgruppe, die sich jeden Montagabend zum Singen traf. Ich selbst war ungefähr fünf Monate vorher nach 20Jahren Amsterdam aus gesundheitlichen Gründen zurück nach Deutschland gekommen und machte meinen Neustart im KESH. Über den Kontakt in der Musikgruppe kamen Pedda und ich uns näher und so erfuhr ich zum Beispiel, dass er nebenbei noch Musiker war, und ich erzählte ihm von meiner Zeit in Amsterdam, wo ich vor einiger Zeit eine Selbsthilfegruppe für deutsche Drogengebraucher mit aufgebaut hatte, die später sogar zu einem Zusammenschluss einiger europäischer Selbsthilfegruppen führte, die sich zu regelmäßigen Konferenzen in Berlin, Amsterdam und Madrid traf. Leider musste ich meine Arbeit innerhalb dieser Gruppe aufgeben als mein Stiefsohn mit 19 Jahren einen tödlichen Autounfall erlitt und mein Leben wieder einmal völlig aus dem Gleis geriet. Wie auch immer! Bei den Gesprächen mit Pedda kam dann auch heraus, dass ich nach wie vor gern schreibe und auch bereit war, mich für die Belange von Drogengebrauchern einzusetzen. Vor Allem, weil ich glaube, dass dies am Besten durch Betroffene selbst geschehen kann und soll.

Darüber kam dann irgendwann auch die Sprache auf´s Radiomachen im Bürgerradio. Pedda knüpfte den Kontakt zu Heinz Budde, weil wir einfach mal sehen wollten, welche Möglichkeiten bestanden, eine regelmäßige Sendung mit dem Schwerpunktthema „Drogen und Drogenhilfe“ zu machen. Ein genaues Konzept hatten wir noch nicht, nur eben den Wunsch allgemein über das Thema Drogen und Drogenhilfe zu berichten und zum Beispiel den Träger des KESH, den Arbeitskreis für Jugendhilfe e.V. mit all seinen Einrichtungen und Facetten vorzustellen.

In der darauf folgenden Zusammenarbeit mit Heinz Budde stellten wir dann fest, dass es Heinz vor Allem darum ging, das die Sendung keine Eintagsfliege werden sollte; er wünschte sich verlässliche Leute, die auch auf Dauer und regelmäßig eine Sendung auf die Beine stellen konnten. Ich bin mir heute noch nicht so ganz sicher, ob er uns das damals auch wirklich zugetraut hat. Dann war es endlich soweit und wir hatten unsere allererste Sendung „im Kasten“. Thema war die Vorstellung des KESH und damit war der Startschuss gefallen. Als Moderatorin gewannen wir nach langen und zähen Diskussionen mit Heinz Budde, „Sucht euch doch ´ne junge Perle für die Moderation!“ (Originalton Heinz), Indra Kraft. Sie ist bis heute unsere Moderatorin geblieben und inzwischen haben wir immerhin fast 60 Sendungen produziert. Indra erwies sich als Glücksgriff. Ihre Stimme und Ausstrahlung haben, so glaube ich, viel zum Gelingen der Sendung bei getragen.

Immer wieder arbeiten auch andere BewohnerInnen des KESH als Mitarbeiter bei KESH-Rädio mit, aber, und das liegt wohl in der Natur der Sache, wer nicht mehr im KESH wohnt, der hört in der Regel auch auf, an der Radio Gruppe teil zu nehmen. Ich bin da glaube ich die einzige Ausnahme, aber irgendwie betrachte ich „KESH- Rädio“ ja auch ein bisschen als ein „Kind“ von mir, wenn ich auch momentan, wieder einmal wegen der Gesundheit, etwas kürzer treten muss.

Wir hoffen, Sie hatten in der Vergangenheit und haben in der Zukunft ebenso viel Spaß und Freude an den Informationen unserer Sendung, wie wir selbst.

In diesem Sinne
Ingo Weber-Dietrich


Moderatoren

  • Pedda Scheurer

  • Volker Jordan