"Heiß auf Handball"

Am Montag startet der Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen in die erste Phase der gemeinsamen Vorbereitung. Der Saisonstart steht am 2. Oktober mit dem Heimspiel des TV Emsdetten an – dann feiert auch der neue Trainer, Michael Lerscht, seine Pflichtspielpremiere bei den Westfalen.

Michael Lerscht (Foto: Kottmann)

Im Interview äußerte sich der 36-Jährige zu seinen ersten Eindrücken von Hamm und dem ASV und zu seinen Erwartungen für die anstehende Vorbereitungsphase.

Die Wohnung in Hamm ist frisch bezogen, wie sind Ihre Eindrücke von der Stadt Hamm und vom Umfeld des ASV Hamm-Westfalen?

Michael Lerscht: „Aktuell muss ich mich häufiger noch mit dem Navi zurechtfinden, aber das wird jeden Tag besser. Aber alle Eindrücke, die ich bisher vom direkten Umfeld und den Menschen beim ASV gesammelt habe, haben mir extrem zugesagt. Von der Stadt habe ich ehrlicherweise noch nicht ganz so viel sehen können, aber das wird sich noch ändern.“

Für alle ist es wegen der Corona-Pandemie eine sehr spezielle Zeit. Sie haben die erzwungene Untätigkeit aber genutzt, um die Spieler beim ASV auf privater und persönlicher Ebene kennenzulernen?

Michael Lerscht: „Das stimmt. Mir war es wichtig, als neuer Trainer eine Basis für unsere gemeinsame Zusammenarbeit zu schaffen. In normalen Zeiten wäre das vielleicht so nicht möglich gewesen. Aber jetzt war die Zeit für diese Gespräche im privaten Rahmen gegeben.“

Und wie sehen Ihre Erkenntnisse daraus aus?

Michael Lerscht: „Eine Erkenntnis ist, dass wir eine vielversprechende Mischung in der Mannschaft haben, die in ihrer Entwicklung längst nicht am Ende ist. Am Ende ging es für mich aber vor allem darum, jeden Einzelnen besser kennenzulernen – und natürlich auch darum, dass mich alle auf anderer Ebene kennenlernen.“

Wie groß ist jetzt die Vorfreude auf den Trainingsstart am Montag?

Michael Lerscht: „Grenzenlos. Mit jedem Tag, den der Vorbereitungsstart näher rückt, wird das Kribbeln größer. Und das geht nicht nur mir so, sondern allen Spielern und auch allen im Umfeld. Wir sind heiß auf Handball.“

Welche Schwerpunkte sind für die Vorbereitung gesetzt?

Michael Lerscht: „Zunächst einmal ist die Vorbereitung in Blöcke unterteilt, die jeweils verschiedene Ziele haben. Wir gehen ab Montag wieder in die Halle und werden drei Wochen daran arbeiten, wieder handballfähig zu werden. Nach so langer Pause muss man das Stück für Stück aufbauen. Am Ende dieser Phase werden wir auch im Sechs gegen Sechs arbeiten. Nach dieser Phase werden wir auch in spieltaktischer Hinsicht das Fundament für die Saison legen. Jede der Phasen schließen wir mit Testspielen ab, bei denen wir jeweils eine Überprüfung der Trainingsinhalte vornehmen.“

Die Saison bietet auch hinsichtlich der Spielansetzungen Besonderheiten. Was könnte die größte Herausforderung werden?

Michael Lerscht: „Oft ist da momentan von der Belastung der Spieler zu lesen. Natürlich wird die angesichts eines kompakten Spielplans groß werden. Aber darauf werden wir dank unseres hervorragenden Trainerstabes gut vorbereitet sein. Für mich wird auch der wechselnde Rhythmus der Spieltage – also mal englische Woche mit Mittwochsspiel, mal sonntags, mal normaler Wochenrhythmus – eine Situation sein, auf die man sich besonders einstellen muss. Aber man kann sich darauf vorbereiten.“

Vielen Dank für das Gespräch.

www.asv-hamm-westfalen.de