Hamm tritt in Essen zum Spitzenspiel an

Es ist das Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga: Der Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen tritt am Freitag, 11.10.2019, ab 19.30 Uhr beim Tabellendritten TUSEM Essen an. Im Ruhrgebietsduell geht es also um die Frage: Kann Essen – wie bereits zuvor – wieder an den Hammer vorbeiziehen oder behaupteten sich die Westfalen an der Spitze?

Der Blick auf die jüngsten Partien spricht zumindest für den ASV: Die Sieben von Trainer Kay Rothenpieler fuhren ein souveränes 31:24 gegen den VfL Lübeck-Schwartau ein.
Schon im Anschluss an den Heimsieg blickte Rothenpieler Richtung Zukunft: „Es kommen jetzt harte Wochen, es entscheidet sich, ob wir uns da oben festigen können.“

Für einen gelungenen Auftakt am Freitag wird dafür laut des 48-Jährigen entscheidend sein, dass seine Mannschaft „alles auf die Platte bringt“: „Nur dann haben wir eine Chance. Essen hat eine gute Deckung und verfügt über viel Klasse, auch individuell. Da wird einiges auf uns zukommen, deshalb müssen auch wir stabil in der Defensive stehen.“

Bei den Hausherren lief es letzten Wochenende nicht rund, sie kassierten eine 26:30-Pleite beim ThSV Eisenach. „Wir haben die Emotionalität und Aggressivität von Eisenach nicht mitgehen können. Unterm Strich muss man festhalten, dass Eisenach verdient gewonnen hat “, äußerte sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert auf der Vereinshomepage zu der Leistung seiner Mannschaft. Doch große Auswirkung wird das Negativerlebnis in Eisenach, wo auch der ASV eine Pleite kassierte, nicht haben, glaubt zumindest Rothenpieler: „Wir haben gesehen, dass man dort verlieren kann. Die Essener wird das nicht beeinträchtigen, denn sie spielen dennoch eine hervorragende Saison.“

Ein Blick auf die Statistik macht klar, dass es beim Spiel Essen gegen Hamm immer eng zuging. 14 Mal duellierten sich die Mannschaften aus dem „Pott“, vier Siege fuhr TUSEM ein. Die Nase vorn haben die „Roten“ mit fünf Siegen, demzufolge endeten weitere fünf Kräftemessen mit einem Unentschieden. Beim Torverhältnis liegt die langjährige Bundesligamannschaft mit 400:392 knapp in Front. „Die Spiele in Essen waren immer knapp, wir werden aber natürlich alles dafür tun, dass wir mit einem Sieg im Gepäck die Heimreise nach Hamm antreten“, sagt Rothenpieler und meint weiter: „Ich erwarte ein heißes und leidenschaftliches Derby.“