„Farbe und Focus“ - Werkausstellung von Heike und Jürgen Post

Die erste Ausstellung im neuen Jahr in der Stadthaus-Galerie Hamm wartet gleich mit einer Besonderheit auf: erstmalig präsentiert ein Künstler-Ehepaar gemeinsam seine Werke - Heike und Jürgen Post.

Farbe und Focus

Die beiden sind in der heimischen Künstlerszene längst keine Unbekannten mehr und haben sich auch in der Region mittlerweile einen Namen gemacht.

Der gebürtige Hammenser Jürgen Post ist ehemaliger Bergmann, seit seinem Vorruhestand 2011 konzentriert er sich voll und ganz auf seine Leidenschaft Fotografie. Zunächst widmete er sich schwerpunktmäßig dem Bergbau, setzte "seinen" Pütt – das Bergwerk Heinrich-Robert, heute Bergwerk Ost, ins rechte Licht. Dabei nahm er nicht nur die Gebäude wie Waschkaue und Hammerkopfturm vor die Linse, sondern auch seine ehemaligen Bergbaukollegen. Und er hielt nicht alles einfach nur im Bild fest, sondern bearbeitete die Fotos im Nachgang am Computer. Diese Arbeitsweise hat er beibehalten, die Technik stets verfeinert und verbessert. Er setzt bewusste Farbakzente, wählt bestimmte Bildausschnitte aus und rückt dadurch seine Motive in ein neues, anderes Licht, eröffnet den Betrachtern neue Blickwinkel. Mittlerweile finden sich auch Städte- und Landschaftsbilder in seinem Portfolio, doch seinen Schwerpunkt setzt Post auf die "lost places", verlassene, oftmals nur schwer zugängliche Orte, die er gekonnt im Bild festhält.

Die gebürtige Gelsenkirchenerin Heike Post begeisterte sich bereits in ihrer Jugend für die Malerei und beschäftigte sich auch nach ihrer Berufsausbildung hobbymäßig mit ihrer Leidenschaft – bis andere Dinge Priorität bekamen und die Zeit fehlte. Ab 2010 nahm sie den Pinsel dann wieder häufiger zur Hand, wandte sich verstärkt der Acrylmalerei zu und kombinierte sie zudem mit anderen Materialien. Ihre Bilder sind farbintensiv, mit den unterschiedlichsten Techniken setzt sie Gefühle und Empfindungen in Farben und Formen um: Da werden abstrahierte Landschaften schon einmal mit Rostelementen, Spachtelmassen oder Schichttechniken versehen. Ihre Bilder bekommen so mitunter eine fast plastische Struktur. Neben der Malerei hat sie sich mittlerweile auch Holz und Stein als weitere Ausdrucksmöglichkeit für sich entdeckt, aus denen sie spannende Skulpturen erschafft.

Zur Ausstellungseröffnung am 13. Januar um 11.30 Uhr in der Stadthaus-Galerie sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Ulrich Weißenberg, Fachbereichsleiter Kultur, wird die Gäste und das Künstler-Paar begrüßen und in die Ausstellung einführen. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgt Michael Kunze mit seinem Saxofon.

Bis zum 10. Februar 2019 ist die Ausstellung immer freitags von 16.00 bis 20.00 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei!