„Sträters Männerhaushalt“ Vol. 10

Am Dienstagabend feierte Torsten Sträter mit „Sträters Männerhaushalt“ sein erstes kleines Jubiläum: die Aufzeichnung seiner 10. Sendung! Das darf man sich doch nicht entgehen lassen, dachten wir, und fuhren nach Oberhausen ins „Steffy“.

Gäste diesmal der Duisburger „Hocker-Rocker“ Markus Krebs und die in den USA geborene Schweizer Neu-Kölnerin Hazel Brugger. Und hinein ging es ins „Steffy“, wieder zu unserem Platz rechts neben dem Publikum, wo wir uns schon beim letzten Mal gut aufgehoben fühlten.  

Thomas Peffermann, der Einheizer, nahm sich zunächst wieder das Publikum vor. Mit geschickten Fragen lockte er ein paar persönliche Informationen aus den Gästen hervor, die er genauso geschickt als Aufhänger für lustige Dialoge mit dem Publikum nutzte. Das Eis war gebrochen, die Stimmung gut und es konnte mit der Vor-Aufzeichnung von frenetischem Applaus begonnen werden. Die notwendigen Verhaltensregeln für die Aufzeichnung wurden noch kurz in die lustigen Dialoge mit dem Publikum eingebaut und dann die Stimmung weiter gesteigert mit witzigen Filmchen im Stile von „Pleiten, Pech und Pannen“.  

Und dann kam er, der Meister mit der Mütze himself, Torsten Sträter, und begrüßte gut gelaunt sein Publikum. Und dann ging es auch schon los.  

Erstes Thema: die Ruhrpott-Originale! Diesmal wurde der „Schlunz“ vorgestellt. Das war schon mal echt lustig. Und dann war Torsten wieder unterwegs, diesmal in Hünxe. Mit lauter älteren Herren, die in ihren Trikots auch im Publikum saßen, wollte er das Deutsche Sportabzeichen machen. Au weia! Ob da was draus wurde? Ich lass das an dieser Stelle mal offen...  

Nun war es Zeit für den ersten Gast. Markus Krebs, der derzeit mit seinem Programm „Permanent Panne“ unterwegs ist, wurde mit frenetischem Applaus begrüßt. Der Stand-Up-Comedian, der ebenfalls eine Wollmütze trägt, weist auch sonst viele Parallelen zu Torsten Sträter auf, und das merkte man. Die beiden funken auf einer Wellenlänge. Krebs, der 2008 mit dem niederrheinischen Comedy-Preis ausgezeichnet wurde und vor allem 2011 den RTL-Comedy-Grand-Prix gewann, haute eine Pointe nach der nächsten raus, kurz und knackig. Das war ganz nach Sträters Geschmack, der ihm in nichts nachstand. Höhepunkt des Auftritts war dann „The Return Of The Mixer“. Es wurde einfach mal wieder Zeit, aus allerlei typischen Ruhrgebiets-Lebensmitteln einen total verrückten Smoothie zu basteln. Diesmal standen folgende Gerichte zur Wahl: Ein Bohneneintopf, ein Strammer Max, Stielmus, ein Würstchen mit Kartoffelsalat, eine Kalte Schnauze und eine Pulle Bier. Mmmhhh... lecker! Bis auf Bohneneintopf und Kartoffelsalat wanderte alles in den Mixer. Und wem jetzt übel wird, der sollte sich in Torsten Sträter und Markus Krebs hineinversetzen, die dieses Gebräu tatsächlich probiert haben. Und Leute... das muss wirklich grau-en-haft geschmeckt haben. Sträter wirkte von da an merklich angeschlagen...  

Es folgte die Fotostrecke. Diesmal gab es kein Ranking, sondern investigativen Journalismus: Eine Gruppe Steuerberater wurde von Außerirdischen entführt und laminiert. Dazu gab es mystische Musik, die den weiteren Abend über als Running Gag diente - wie übrigens auch die Auswirkungen des Smoothies auf das Wohlbefinden Sträters. Und es gab wieder Erheiterndes, vor allem, als eine Szene dreimal wiederholt werden musste und eine Zuschauerin sich vor Lachen nicht mehr einkriegte.  

Nach den Haushaltstipps wurde es nun Zeit für Hazel Brugger. Die frisch gekürte Gewinnerin des „Salzburger Stier“ (ein Radio-Kabarett-Preis von öffentlich-rechtlichen Radiostationen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol, die sich zu einer Radiovereinigung zusammengeschlossen haben) ist vielen Leuten aus dem ZDF bekannt, wo sie in der Satire-Sendung „Die Anstalt“ und vor allem in der „Heute-Show“ Auftritte hatte. In der Heute-Show nervt sie gern bekannte deutsche Politiker mit ihren manchmal etwas respektlosen Fragen. Für sie sei das kein Problem, weil sie als Schweizerin die Politiker kaum kenne, verriet sie uns. Erst wenn sie im Nachhinein erfahre, mit wem sie da so alles gesprochen habe, werde ihr manchmal etwas komisch. Auch sie tourt gerade durch die Lande mit ihrem Programm „Hazel Brugger passiert“, ein herrlicher Name für ein Kabarett-Programm.  

In dem Gespräch mit Torsten Sträter erzählte sie auch aus ihrer etwas ungewöhnlichen Kindheit. Sie sei in San Diego, USA, geboren. Ihre Mutter sei eine Deutsche und ihr Vater ein Schweizer, der von Beruf Neurochirurg ist und an ihr gerne wissenschaftliche Experimente gemacht habe. Keine Angst! Geschadet hat es ihr nicht.  

Erheiternd auch, als auf dem Monitor neben der Gäste-Couch plötzlich ein Windows-Fenster mit der Frage „Herunterfahren? JA/NEIN“ erschien. Nein, natürlich wollte niemand dieses unterhaltsame Beisammensein herunterfahren. Ein Techniker konnte das Gerät schnell davon überzeugen. Und dann musste der arme Torsten Sträter schon wieder essen. Nachdem ihm Hazel Brugger verraten hatte, dass sie eigentlich nie einen richtigen Kindergeburtstag hatte, organisierte er für sie einen solchen. Und da war Schokoladen-Schaum-Kuss-Wettessen ein Programmpunkt... Sträters Magen musste am Dienstagabend wirklich alles geben für die Kunst und das Publikum... Respekt!  

Endlich durfte sich der Mann mit der Wollmütze in seinen geliebten Sessel setzen für den letzten Programmpunkt „Literatur zur Nacht“. Ein würdiger Schlusspunkt!  

Apropos Wollmütze: Hazel Brugger stand das obligatorische Gastgeschenk ausnehmend gut! Und Markus Krebs nahm extra seine eigene „Ruhrpott“-Mütze ab, um sich die Mütze von Sträter aufsetzen zu lassen. Später wurden sogar noch solche Mützen mit dem Publikum getauscht. Entwickelt sich da ein neuer Trend?  

Warten wir mal ab! Die am Dienstagabend aufgezeichnete Sendung wird übrigens am 25.11.2017 im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Unbedingt einschalten!!! Es gibt viel zu lachen.  

Heute, also Mittwochabend, wird eine weitere Sendung aufgezeichnet, diesmal mit den Gästen Kai Pflaume und Paul Panzer. Auch da dürfte kein Auge trocken bleiben. 

Fazit: Wieder einmal ein saulustiger Abend im Oberhausener Steffy und nochmals mein dringender Appell: Besorgt Euch unbedingt Karten für eine Aufzeichnung von „Sträters Männerhaushalt“. Ihr werdet es nicht bereuen!