Wölfe beißen sich an Hamm Zähne aus

Es war ein hartes Stück Arbeit gegen bissige Wölfe – doch am Ende setzte sich der ASV Hamm-Westfalen 27:21 (11:10) gegen die DJK Rimpar durch und fuhr den vierten Sieg im vierten Heimspiel ein. Mit 13:5-Punkten rangieren die Westfalen nach neun Spieltagen auf Platz drei. „Es war ein ganz schweres Spiel“, so der sichtlich erleichterte Hammer Trainer Kay Rothenpieler.

Fabian Huesmann

Die ersten Minuten waren von zwei starken Abwehrreihen geprägt, die Offensiven hatten es schwer, sich in Szene zu setzen. Das erste Tor für die Gäste erzielte Michael Schulz (3.), den Ausgleich markierte Fabian Huesmann zwei Minuten später mit einem Siebenmeter.  Zwei Treffer in Folge vom ASV-Spielmacher Sören Südmeier brachte sein Team in Führung (3:2). Eng ging es auch in den nächsten Minuten weiter, keine Mannschaft setzte sich ab, es war eine Partie auf Augenhöhe. Mit einem sehenswerten Heber traf der körperlich sehr präsente Jan Brosch nach einer knappen zum 5:4. Die erste Zwei-Tore-Führung erarbeiteten sich die Roten nach einer starken Parade von Torhüter Felix Storbeck und dem im Anschluss erzielten Treffer des Rechtsaußen Marten Franke (17./7:5). Den Vorsprung bauten die Hammer anschließend auf 8:5 aus, der fünfmalige Nationalspieler Benjamin Herth (23.) verkürzte für Rimpar (8:6) und Rothenpieler nahm die erste Auszeit. Nach den 60 Sekunden brachte Storbeck die 1976 Zuschauer in der WESTPRESS arena mit einer Glanzparade zum Kochen. Mit dem Treffer zum 11:10 von Huesmann ging es dann in die Pause.

Der zweite Abschnitt startete mit einem Treffer für Rimpar, Benedikt Brielmeier (32.) traf per Siebenmeter. Jan von Boenigk (36.) zeigte sein Können mit einem angedrehten Schuss zum 14:11. „In der zweiten Halbzeit hat uns die 5:1-Deckung geholfen, da konnten wir uns etwas absetzen“, berichtet Rothenpieler von seinem taktischen Kniff. Bei den Wölfen ließ die Kraft im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit sichtbar nach, Hamm brachte seine Würfe zumeist im Tor unter und bereitete mit einer agilen Verteidigung Rimpar arge Kopfschmerzen. Zusätzlich sorgte Merten Krings nach der überstandenen Syndesmosebandverletzung für viel Spielwitz und entlastete Südmeier, der starke sieben Treffer erzielte, im Spielaufbau.

Knappe zehn Minuten vor dem Ende bäumten sich die Gäste noch einmal auf, kamen bis auf drei Treffer (21:18) heran. Doch Franke (56.) sorgte mit seinem Schuss zum 23:18 für die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt unter eine gutklassige Partie setzte Krings zum 27:21-Endstand. „Das Ergebnis ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, aber insgesamt denke ich schon, dass wir verdient gewonnen haben. Wir haben die Ruhe bewahrt und in der einen oder anderen Phase die richtige Entscheidung getroffen“, so das Fazit von Rothenpieler.

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