Truck Stop in Werl

Am 6. April um 20 Uhr war es endlich soweit: Die Legenden der Deutschen Country Musik waren in der Stadthalle Werl, die mit über 200 Fans gut besucht war.

Die Cowboys der Nation...Truck Stop... diesen Namen tragen sie mit etwas Stolz und brachten die Stadthalle Werl zum Kochen. Sie spielten an diesem Abend nicht nur die guten alten Klassiker wie „Ich möcht so gern Dave Dudley hören“ oder „Mein Opa, das bin ich“, sondern stellen auch ihr neues Album „Ein Stückchen Ewigkeit“ vor.

Nachdem es einige Kritiken bezüglich ihres letzten Album gab, ob sie jetzt mehr in Richtung Schlager gehen, haben sie mit „Ein Stückchen Ewigkeit“ alle Erwartungen übertroffen und sind wieder „Back To The Roots“. „Das ist Country wie man es von Truck Stop kennt“ hörte man immer wieder im Publikum. Die Fans waren begeistert.

Die Band holte alles an Emotionen raus, was möglich war. Sie spielten von der „Männergrippe“ über „Ich bin der letzte Gast, der geht“ bis hin zu „Helden“, ein Lied, das an ihre verstorbenen Bandgründer Cisco Berndt - ein Cowboy durch und durch - und Lucius Reichling erinnerte. Cisco Berndt ritt sogar mit seinem Pferd zum Einkaufen und die Band hatte seinen Sattel in der Mitte der Bühne auf einen Barhocker gelegt, dann von oben angestrahlt, die Stimme von Cisco eingespielt und haben sein Lied live
begleitet. Das machte die Band auch mit der Stimme von Lucius. Sie hatten auf einen Barhocker seinen Cowboyhut gelegt, darüber seine Geige gehangen und ebenfalls von oben angestrahlt. Ein Moment, wo jeder schwer mit den Tränen zu kämpfen hatte.

Die Band ist jetzt in der dritten Generation zusammen, und sie haben sich, was die Musik betrifft gefunden.

Truck Stop spielte zweimal 50 Minuten und noch Zugaben, trotz Erkältungsproblemen waren sie unermüdlich und mit Spaß dabei.

Wolfgang (Teddy) Ibing und Andreas Cisek kamen sogar runter ins Publikum, um ihre Fans auch mit Handschlag zu begrüßen. Eine Band, die auf dem Boden geblieben ist… ein großes Dankeschön an Truck Stop für ein hervorragendes Konzert. Die Fans kamen von weit her und wurden nicht enttäuscht, wie zum Beispiel Maria A. und ihr Mann, der schon seit über 35 Jahren Truck Stop Fan ist. Das Paar kam aus Recklinghausen. Ihre erwachsenen Kinder hören nicht nur im Winter „Erwin, der dicke Schneemann“, das kann auch im August beim Grillen sein, erzählten sie lachend. Oder Marcel aus Bönen, der Truck Stop von seinem Vater in die Wiege gelegt bekommen hat. Paul (11 Jahre) war der jüngste Fan dort und ist mit seinem Vater aus dem Sauerland zu seinem ersten Truck Stop Konzert angereist. Er fand es wirklich gut, so gut, dass sein Papa erst einmal zwei CDs gekauft hat. Dann gab es natürlich auch zwei Trucker dort, aus Herne und Bochum, wobei der letztere selbst nach dem Konzert noch völlig aus dem Häuschen war vor Begeisterung und bei den Liedern vom Stuhl gesprungen ist.

Bei der Autogrammstunde nach dem Konzert hatte jedes Bandmitglied immer noch ein paar freundliche Worte für die Fans über und auch alle Fragen wurden offen und ehrlich beantwortet. So erfuhr man, Teddy und Andreas kochen sehr gerne und haben eine Internetseite, die Cowboyküche heißt. Außer leckeren Rezepten gibt es auch den einen oder anderen Geheimtipp der beiden. Teddy verwendet schon mal Kardamon im Schweinebraten und Andreas Zimt in Frikadellen oder Bifteki, Zimt wird durch die Hitze scharf und gibt eine feine Note verriet er uns.

Zum Schluss möchte noch gesagt sein, dass sie im Anschluss dieser Tour noch eine „Schöne Bescherung“-Tour machen, die bis Mitte Dezember geht. Viele Fans können es nicht erwarten, wieder dabei zu sei.