Soul Kitchen in Hamm

Eine Komödie mit Live-Musik nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin und Adam Bousdoukos zu sehen am Samstag, 18. November, im Kurhaus Bad Hamm.

Soul Kitchen (Foto: Jochen Quast/Landestheater)

Hamburg, meine Perle: Im Stadtteil Wilhelmsburg versucht sich Zinos in einer heruntergekommenen Fabrikhalle als Betreiber eines Schnitzel- und Frikadellenladens mit dem klingenden Namen „Soul Kitchen“ über Wasser zu halten. Doch das Geschäft läuft nicht wirklich gut und auch privat sieht es eher trübe aus. Freundin Nadine, eine Journalistin, muss beruflich für mehrere Monate nach Schanghai. Zu allem Überfluss zieht sich Zinos auch noch einen Bandscheibenvorfall zu und kann nicht mehr weiterarbeiten.

Doch Aufgeben kommt nicht infrage: Kurzerhand wird Shayn, soeben aus einem Nobelrestaurant gefeuert, als neuer Koch engagiert. Der stellt die Speisekarte um und vergrault damit zwar die Stammkundschaft, lockt dafür aber mit seiner extravaganten Küche neue Gäste an. Auch die gestatteten Bandproben des Kellners erweisen sich als Publikumsmagnet. Dumm nur, dass Zinos alter Schulfreund, ein zweifelhafter Immobilienhai, nichts Gutes im Schilde führt und sein Bruder Ilias nach langjähriger Haftstrafe Freigang erhält und wieder bei ihm auftaucht. Und auch die Fernbeziehung mit Nadine läuft nicht wie erhofft.

2009 flimmerte Fatih Akis Komödie über die Leinwand und überzeugte gleich bei seiner Weltpremiere bei den 66. Filmfestspielen von Venedig mit dem Gewinn des „Silbernen Löwen“. Weitere Preise folgten und auch an der Kinokasse war der Film ein voller Erfolg.

Jetzt hat sich das Landestheater Detmold des Stoffes angenommen und eine Bühnenfassung erarbeitet. Herausgekommen ist eine kitschfreie Komödie über Überlebenskünstler mit dem Herz am rechten Fleck: mit wahrhaft köstlichem Witz, bösen Jungs, hübschen Mädels, hohen Einsätzen und ein bisschen Herzschmerz. Und nicht zu vergessen, viel Musik – natürlich live. In Hamm zu sehen und zu erleben am Samstag, 18. November, um 19.30 Uhr im Kurhaus .

Das Landestheater Detmold ist das größte der vier Landestheater in NRW und das einzige mit einem Musiktheaterensemble. In Hamm ist es ein gerngesehener Gast und wusste in der Vergangenheit bereits mit den unterschiedlichsten Inszenierungen zu begeistern. Auch im Bereich der Filmadaptionen sind die Detmolder keine Neulinge mehr, haben u. a. bereits „Vincent will meer“ und „Rubbeldiekatz“ erfolgreich für die Bühne bearbeitet.

Hat Zinos eine Chance? Karten (24,00 € / erm. 18,50 € in der 1. Kategorie bzw. 19,60 € / erm. 15,20 € in der 2. Kategorie; evtl. zzgl. Gebühren) gibt es beim städtischen Kulturbüro, allen Eventim-Vorverkaufsstellen und im Web-Shop unter www.hamm.de/kultur