Musikkabarett von und mit FALK am 18. März

Manchmal bedarf es einer Lüge, um die Wahrheit ans Licht zu bringen: „Ich reg mich nicht mehr auf!" Ein Titel, mindestens so ernst gemeint wie das zugehörige Bild - auf dem Musikkabarettist FALK eine Gitarre in tausend ironisch-ikonische Splitter zerspringen lässt.

FALK (Foto: © Ahuga)

Denn natürlich regt er sich noch auf: Lieder zu machen, die zerstören, was sich an Unfug und Verbohrtheit in den Köpfen dieses Landes so festsetzt - dafür ist er überhaupt erst angetreten. Ob das im fremden oder im eigenen Kopf passiert, ist ihm dabei völlig egal. Es wird zerschmettert, was zerschmettert werden muss. Endlich mal ein echter Grund, sich aufzuregen!

Der Zorn wird Therapie, der Witz wird Reinigung und die Melancholie wird ein Vergnügen, wenn FALK, nur von Gitarre begleitet, am Mittwoch, 18. März, um 19.30 Uhr im Kurhaus seine beneidenswerte Boshaftigkeit auf die Welt loslässt. Mit treffsicheren Pointen exorziert er den Zeitgeist, ob "Birkenstock-Nazis" oder Sätze wie "ein ganz einfaches Mittel, um jede Beziehung zu beenden: Ehrlichkeit". Falk zielt und trifft mit seinen Witzen ebenso wie mit seiner tänzelnden Schwermut. In lässiger Manier verteilt er verbale Nackenhiebe, gesellschaftskritische Kinnhaken und feinsinnige Tiefschläge. Und auch wenn sich die Gesellschaft in Lager spaltet - FALK bleibt in dem einzigen Lager, in dem er sich voll und ganz wohl fühlt: seinem eigenen. Sechs Saiten und seine Stimme – mehr braucht er nicht für seine befreienden Rundumschläge.

Falk Plücker, Wahlberliner, 1985 in Wuppertal geboren, beschloss nach erfolgreicher Beendigung seines Master-Studiums in Geschichtswissenschaften, die Bühne als neue Herausforderung zu suchen. Seitdem tourt er solo quer durch die deutschsprachigen Ländereien Europas und ist regelmäßig auch mit „Nightwash" unterwegs. Dass der prämierte Liedermacher und Lyriker, Kabarettist und Songwriter einer der Großen seiner Generation ist, darüber sind sich Fans, Kritiker sowie diverse Jurys dieses Landes seit geraumer Zeit einig (u.a. Förderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung und Förderpreis der Liederbestenliste 2015, Kabarett Kaktus 2016, und zuletzt der Kunst- und Kulturpreis der Enno und Christa Springmann-Stiftung 2018). Bisher hat er fünf Alben veröffentlicht, zuletzt eine Live-CD.

Ganz ruhig bleiben: Karten gibt’s beim städtischen Kulturbüro, allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Web-Shop unter www.hamm.de/kultur