J.B.O.: „Vorglühen“ in Münster

Als Vorbereitung auf ihr 30-jähriges Bandjubiläum hat J.B.O im Rahmen ihrer „Fest Vorglühen" Tour Halt in der Sputnikhalle in Münster gemacht. Und es wurde eine großartige Vorbereitung am vergangenen Samstag.

Bevor aber J.B.O selbst aufspielten, ließen sie das Publikum durch ihre Vorband „Ochmoneks" ordentlich anheizen. Und die Band aus Düsseldorf machte einen riesen Job. Die Gruppe um Sänger Dirk „Ochmonek" peitschte die Zuschauer mit starken Gitarrenriffs, dröhnenden Bass, drückenden Schlagzeug und einem klaren Gesang an. Das führte zu wogenden und am Ende verschwitzten Menschen (gut für den Getränkestand). Mit ihrer Mischung aus Punk und Deutschrock haben die vier Düsseldorfer alles richtig gemacht und waren ein würdiger Opener für das was dann kommen sollte.

Nach einer kleinen Umbaupause war es dann soweit, J.B.O betrat die Bühne. Obwohl das nicht ganz korrekt ist. Denn zuerst blieb der Saal dunkel und man hörte eine Ansage, wonach die Band eigentlich noch gar nicht bereit sei und auch ein Teil fehle. Doch das war natürlich nur Klamauk, wie er sich durch den ganzen Abend ziehen sollte.

Die Band startet mit einen ihrer älteren Stücke, um im Anschluss daran zwei Stücke vom kommenden Album „ Wer lässt die Sau raus" zu spielen. Danach taten sie der feiernden Masse einen riesen Gefallen und spielten alle Lieder ihres Albums „Explizite Lyrik. Dies gilt unter Fans als das beste Album der vier Erlangener.

Gespickt waren die Songs immer wieder von kleinen Gags durch Band und Crew, wie z.B. zwei Herren in Frauenkleidern zu dem Song Frauen, einer Coverversion von Grönemeyers „Männer", tanzten. Oder aber Vito C , der zu dem Lied „Gimme Doop Joanna", im Rastoutfit die Bühne betrat.

Die Größe der Halle und die damit verbundene Nähe zur Band, gab dem Abend etwas Familiäres und so ist es nicht verwunderlich, dass man am Ende des Konzertes in fröhliche und glückliche Gesichter blickte. Wenn dies nur das Warm-Up zum Jubiläum war, darf man gespannt sein, was da noch alles kommt.