ASV reist zum Favoritenschreck

Das sicher fetteste Ausrufezeichen des 13. Spieltags in der 2. Handball-Bundesliga setzte der TuS N-Lübbecke. Der 23:21-Sieg beim bis dato vor heimischen Publikum verlustpunktfreien Spitzenreiter TuSEM Essen dürfte für jede Menge Selbstvertrauen vor dem heutigen Duell am Freitag ab 19.30 Uhr gegen den ASV Hamm-Westfalen gesorgt haben.

Jan von Boenigk (Foto: Henning Wegener)

Entsprechend überschwänglich bewertete TuS-Trainer Emir Kurtagic auf der Vereinshomepage die Leistung seines Teams: "Das war im Tor, in der Abwehr und im Angriff Erstliga-Format. Es war ein Sieg des gesamten Teams, ein sehr reifes Auftreten." Seine Sieben sind nach dem Sieg beim Spitzenreiter mittlerweile seit sechs Partien in Folge ohne Niederlage und haben jetzt mit 15 Zählern auf Platz sieben Tuchfühlung zur Spitzengruppe der 2. Handball-Bundesliga.

Der Aufwärtstrend ist auch ASV-Trainer Kay Rothenpieler nicht entgangen: "Lübbecke wird mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen. Der Start war nicht optimal, aber mittlerweile sind sie richtig gut in der Saison angekommen." Insgesamt verfügen die Mindener über "gute und bundesligaerfahrene" Einzelspieler, meint Rothenpieler weiter: "Aus den guten Individualisten wird immer mehr ein Team. Insbesondere die Deckung ist stark."

Außerdem gehören die Gastspiele in Nettelstedt nicht zu den leichtesten Aufgaben. Das beweist ein Blick auf die vergangenen Duelle. In den beiden Zweitligaauswärtsspielen mussten die Hammer jeweils eine Niederlage hinnehmen, der letzte Auswärtssieg datiert aus dem Jahr 2010, als der ASV in der Handball-Bundesliga 34:32 gewann.

Doch am Freitag dürften auch die Hammer mit breiter Brust in die Partie gehen. Zuletzt siegten die Westfalen klar mit 34:22 gegen das Schlusslicht HSG Krefeld und tankten mit sehenswerten Spielzügen Selbstvertrauen. Das wird gegen die formstarken Ostwestfalen auch nötig sein, meint Rothenpieler: "Wir haben uns einige Dinge ausgedacht, um auch in der Fremde mehr Bewegung ins Spiel zu bringen. Wichtig ist, dass wir nicht hektisch werden und ins offene Messer laufen", erklärt der Coach, der aber frohen Mutes ist: "Wir hatten nach der Partie gegen die HSG ein paar Tage frei, das hat gut getan. Die frischen Trainingseindrücke sind richtig gut, alle waren konzentriert und fokussiert bei der Sache."