ASV-Heimsiegserie hält auch gegen Aue

In der heimischen WESTPRESS arena ist der ASV Hamm-Westfalen weiterhin eine Macht. Gegen den EHV Aue fuhr der ASV mit dem 28:25 (12:10)-Erfolg den fünften Sieg im fünften Heimspiel ein und bleibt somit weiterhin verlustpunktfrei.

ASV Hamm-Westfalen - EHV Aue (alle Fotos: Henning Wegener)

Beide Mannschaften boten eine leidenschaftliche Leistung, es ging heiß her. „Am Ende war es verdient, es war aber ein hartes Stück Arbeit“, so das Fazit von ASV-Trainer Kay Rothenpieler.

Oliver Milde sorgte für einen guten Start, aus halblinker Position erzielte er das 1:0. Direkt im Anschluss sorgte Felix Storbeck, der wieder für Oliver Krechel ins Tor rückte, mit mehreren Paraden in den ersten Minuten gleich für eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein bei den Hammern. Auch die Defensive stand stabil, so blockte etwa Markus Fuchs einen Wurf von Gabriel De Santis resolut ab. So dauerte es bis zur neunten Minute, ehe Aue durch Kevin Lux zum ersten Treffer (3:1) kam.

Die Emotionen kochten hoch, als Bengt Bornhorn aus halblinker Position den Ball Storbeck ins Gesicht warf. Ein kurzes Wortgefecht später war der Ärger verfolgen, auch der etwas rot angelaufene „Störte“ konnte weiterspielen. Aues Trainer Stephan Swat nahm beim Stand von 6:3 nach 18 Minuten die erste Auszeit. Bis dahin war seine Mannschaft noch fahrig in den Aktionen, der ASV agierte deutlich zielstrebiger. „Ich finde, dass wir das bis dahin gut gemacht haben. Wir haben gezeigt, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen“, sagt Rothenpieler zum gelungenen Start.

Anschließend wurde das Duell aber etwas ausgeglichener, Aue kam bis auf einen Treffer (8:7) während einer Überzahlsituation heran. Von den Sitzen riss Marten Franke (29.) die 1550 Zuschauer in der WESTPRESS arena: Mit einer sehenswerten Finte tankte sich der Rechtsaußen durch und netzte ein. Anschließend wurde es ruppig, denn nach einem Schlag gegen Stefan Lex war die Partie für Julius Schroeder beendet. Der EHV-Rückraumspieler sah die Rote Karte. Nach kurzer Behandlungspause konnte Lex aber unter Applaus weiterspielen. Mit einer 12:10-Führung ging es kurze Zeit später in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kamen die Gäste besser in die Partie und markierten durch Adrian Kammlodt (34.) den Ausgleich und gingen durch Ladislav Brykner sogar in Führung (14:15). „Wir kommen nicht gut raus, bei uns merkte man die Unsicherheit.“ Wichtig, dass Oliver Krechel, der nach dem Seitenwechsel zwischen den Pfosten stand, mit einem blitzartigen Reflex seine Jungs im Spiel hielt. „Erst hat Störte sehr gut gehalten, dann hat Olli wichtige Bälle festgemacht. Es ist wichtig, so ein gutes Gespann zu haben.“ Den Ausgleich für die Westfalen nach zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand (15:17) erzielte ASV-Kreisläufer Jan Brosch (42.). Und wieder in Front brachte Stefan Lex (44.) seine Roten mit einem ansatzlosen Wurf.

Mitte der zweiten Hälfte boten beide Teams ein rasantes Spiel, es ging rauf und runter und auch die Gemüter erhitzen sich. „Wir haben die Ruhe zu dem Zeitpunkt vermissen lassen, hatten nicht die richtige Griffigkeit in der Deckung“, analysiert Rothenpieler. Da die Abschlüsse der Auer aber zunehmend fahriger wurden, wuchs bei Hamm von Minute zu Minute die Sicherheit, daran änderte auch die Rote Karte gegen Brosch (48.) nichts.

Auf drei Tore zogen die Westfalen zehn Zeigerumdrehungen vor dem Schluss weg, Vyron Papadopoulos traf per Siebenmeter. Zwar fischte der erst kurz zuvor auf die Platte gekommen EHV-Keeper Vilius Rasimas den Hammern gleich zwei Bälle weg, dennoch ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen und brachten am Ende einen 28:25-Sieg in trockene Tücher. „Dafür, wie wir uns dann wieder in die Partie gekämpft haben, muss ich meiner Mannschaft Respekt zollen“, so Rothenpieler.