ASV belohnt sich für grandiosen Kampf nicht

Eine grandiose Leistung des ASV Hamm-Westfalen, eine bebende WESTPRESS arena und eine große Portion Selbstbewusstsein: Trotz der bitteren 24:25 (14:13)-Niederlage gegen die Eulen Ludwigshafen im Achtelfinale des DHB-Pokals überwog bei allen Rot-Weißen der Stolz auf eine packende Leistung gegen den klassenhöheren Gegner.

ASV belohnt sich für grandiosen Kampf nicht (Foto: ASV Hamm-Westfalen)

ASV-Trainer Kay Rothenpieler gab nach dem Schlusspfiff ehrlich zu: „Am Anfang ist die Enttäuschung schon groß“, ergänzte aber zügig: „Wir haben aber ein riesen Spiel gemacht. Es war der Fight, den wir uns erwünscht haben und es ist schade, dass wir uns nicht belohnt haben.“

Der Auftakt zu einem packenden Pokalkrimi verlief für die Hausherren optimal. Fabian Huesmann zog von links auf Eulen-Schlussmann Martin Tomovski zu und spitzelte den Ball am Keeper nach 30 Sekunden zur ersten Führung vorbei. Der Jubel in der mit 2012 Zuschauern prächtig gefüllten WESTPRESS arena war frenetisch. Erst in der vierten Minute fiel das erste Tor für die Gäste, Pascal Durak traf per Siebenmeter.

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, dank zielsicheren Offensiven auf beiden Seiten gelang es keiner Mannschaft, sich abzusetzen. Exemplarisch eine Szene aus der neunten Minute: Auf eine Glanzparade von ASV-Keeper Felix Storbeck folgte der schnelle Gegenzug, den Kreisläufer Jan Brosch (9.) sicher mit einem wuchtigen Wurf verwandelte. Von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen, angetrieben von den lautstarken Fans boten die Hammer dem Kontrahenten die Stirn. Bis zur ersten Gästeführung dauerte es bis zur 13. Minute, Durak erzielte das 7:8.

Gleich auf zwei Tore (10:8) vergrößerte der Hammer Linksaußen Vyron Papadopoulos (18.) mit seinem dritten verwandelten Siebenmeter in Folge. In der Halle wurde das Motto „Volle Wucht westfälisch“ – von Fans und Spielern, die zu einer Einheit verschmolzen, gelebt. Kein Ball wurde verloren gegeben, so schmiss sich Spielmacher Sören Südmeier etwa ins Duell und sicherte das Leder. Eine Aktion mit Weckrufcharakter, denn es folgte mit Treffern von Oliver Milde (22.) und Südmeier (23.) eine starke Phase der Rot-Weißen, die zu einem zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung führte. Auch wenn die Eulen vor dem Halbzeitpfiff auf 14:13 verkürzten – die Fans honorierten das leidenschaftliche Spiel ihrer Mannschaft mit tosendem Applaus zur Pause.

In der Halbzeit setzte Hamms Trainer Kay Rothenpieler auf Oliver Krechel im Tor – und der bewies seine Klasse nur wenige Augenblicke nach dem Wiederanpfiff mit einem sehenswerten Reflex gegen Ludwigshafen-Regisseur Dominik Mappes.

Dennoch brachte der favorisierte Erstligist anschließend seine Klasse besser auf die Platte, führte zwischenzeitlich mit drei Treffern Vorsprung (14:17). Der bis dahin so präzise Torabschluss wurde ungenauer, Rothenpieler reagierte mit einer Auszeit (40.). Die half, denn Jan von Boenigk war in der Folge hellwach und verkürzt. Krechel parierte mehrfach und die Halle explodierte beim erneuten Führungstreffer von Boenigk (47.) zum 18:17.

Es blieb dann weiter ein packendes Pokalmatch, keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen. Erst zwei Minuten vor Ende zogen die Eulen auf 21:23 weg, davon erholten sich die tapfer kämpfenden Westfalen nicht mehr. 

„Wir können aus dem Spiel viel herausziehen, werden die Köpfe nicht hängen lassen. Samstag werden wir erneut so eine Leistung abrufen und dann die zwei Punkte hier behalten“, so Rothenpieler, der direkt die nächste Partie am Samstag (ab 19.15 Uhr) in der WESTPRESS arena gegen den VfL Lübeck-Schwartau in den Fokus stellte.

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