Warum soll der Teufel all die gute Musik haben ?“
Der Satz stammt nicht von mir, sondern ist ein Zitat von Martin Luther. Zu seiner Zeit hat er ja einiges bewegt , auch wenn es nicht allen gefallen hat. So oder so ähnlich ist es auch mit der christlichen Pop und Rockmusik , doch dazu später.
Musik hat mich immer schon fasziniert. Im Alter von 18 Jahren bin ich zum christlichen Glauben gekommen und fing an, mich für die christliche Musik zu interessieren.
Heinz Budde habe ich es zu verdanken, dass ich bei der Radio Runde Hamm gelandet bin. Er bot mir ein, eine Sendung mit dem Namen GOSPEL & CO zu machen und suchte einen tollen Jingle dazu aus: Matthias Reim „Hallelujah“
Kurze Zeit später kam dann auch Heidrun Veit dazu und GOSPEL & CO bekam den christlichen Veranstaltungskalender, der dann irgendwann im MAXI-MIX gelandet ist.
Heinz stand mir anfangs musikalisch beratend zur Seite und beeinflusste auch die Musikauswahl. Früher war Country überhaupt nicht mein Ding , heute bin ich auch ein Johnny Cash Fan. Mit Schlager hat es dann nicht mehr funktioniert.
Über die christliche Pop und Rockmusik sowie Gospel und Co möchte ich zum Schluss noch ein paar Worte verlieren. Bei der christlichen Musik geht es nicht um einen bestimmten Musikstil , sondern über den Inhalt. Bob Dylan z.B. ist ja bekannt dafür , dass er sein Ding macht, auch wenn er nicht von allen verstanden und gemocht wird. Als er 1979 seine erste christliche Platte „Slow Train Coming“ veröffentlichte, wurde er von den Medien zerrissen. Der „Rolling Stone“ lies kein gutes Haar an ihm. Dabei ist die Platte musikalisch ganz gut, u.a. Mark Knopfler von den Dire Straits an der Gitarre.
U2 wurden von einem Prediger aus ihrer irischen Heimat öffentlich beleidigt. Sie sollten doch umkehren von ihren verkehrten Wegen (ich drücke es etwas gemäßigter aus). Trotzdem kamen U2 bisher ohne große Skandale aus.
Als Johnny Cash 1994 in der Düsseldorfer Phillipshalle auftrat und seine erste „American Recordings“ vorstellte und teilweise nur flüstern konnte, waren auch die „harten Jungs“ muksmäuschen still. Beim „Cowboys Prayer“ war es still wie in der Kirche.
Auch in Deutschland ist christliche Musik erwünscht, das zeigen die Hitlisten.
In GOSPEL & CO möchte ich zum Nachdenken anregen. Jeder kommt irgendwann auf die Sinnfragen in seinem Leben zurück: Wozu lebe ich ? Wer bin ich ? Hat das Leben einen Sinn ? Ist mit dem Tod alles aus ?
Na neugierig geworden?
Musikalisch möchte ich viele Bereiche abdecken, nicht nur sogenannte „christliche“ Musik spielen. Eric Clapton , Johnny Cash , Cliff Richard , sind in meiner Sendung ebenso regelmäßige Gäste wie Xavier Naidoo oder auch mal Lieder die man in Gottesdiensten hören kann.
Was ich damit ausdrücken will , ist dass der Glauben ein Teil vom Leben ist, der einfach dazu gehört. Ende der Sechziger gab es die „Jesus People Bewegung“. Kurz zuvor hatte John Lennon gesagt: „Die Beatles sind populärer als Jesus“. Kurze Zeit später feierte man Jesus als Superstar („Jesus Christ Supertsta“). Die Zeiten ändern sich.